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Was ist Refluxösophagitis?

Refluxösaphagitis ist eine entzündliche Erkrankung des Ösophagus, der Speiseröhre, infolge einer Refluxkrankheit. Bei der Refluxkrankheit erfolgt ein Reflux der Magensäure in die Speiseröhre. Führt dieser Reflux zu einer Entzündung der Speiseröhre, spricht man von einer Refluxösaphagitis.

Wie kann sie entstehen?

Am Übergang der Speiseröhre in den Magen befindet sich ein spiralförmiger Schließmuskel, der sogenannte untere Ösophagussphinkter. Neben diesem Schließmuskel verhindert normalerweise auch das spitzwinklige Eintreten des Ösophagus in den Magen und die Peristaltik, der Muskulator der Speiseröhre, beim Schluckakt den Reflux. Es gibt verschiedene Faktoren, die das Zusammenspiel dieser Mechanismen negativ beeinflussen können:

  • Alkohol- und Nikotingenuss
  • Erhöhter intraabdominaler Druck
  • Adipositas

Wie wird sie diagnostiziert?

Eine pH-Messung im Ösophagus gibt einen ersten Nachweis für das Vorliegen der Erkrankung. Um den Grad der Erkrankung zu ermitteln ist eine Endoskopie Untersuchung der Speiseröhre unerlässlich. Man unterscheidet fünf verschiedene Stadien. Im Stadium 0 treten zwar Refluxbeschwerden auf, aber endoskopisch ist keine Schädigung der Speiseröhre nachweisbar.

In den Stadien 1-3 nehmen die Läsionen von fleckförmig über streifig bis ringförmig zusammenhängend zu. Stadium 4 ist durch bereits eingetreten Komplikationen gekennzeichnet, wie zum Beispiel einer Präkanzerose.

Wie wird sie behandelt?

Refluxösaphagitis ist eine entzündliche Erkrankung der Speiseröhre.

Refluxösaphagitis ist eine entzündliche Erkrankung der Speiseröhre.

In leichten Fällen, wie den Stadien 1-2 erfolgt eine medikamentöse Therapie der Refluxösaphagitis. In Frage kommen hier Antazida, Protonenpumpenhemmer und H2-Rezeptor Antagonisten. Darüber hinaus sollte der Patient seine Lebensgewohnheiten ändern, d.h. Alkohol- und Nikotingenuss vermeiden oder das Körpergewicht reduzieren.

Ab dem Stadium 3 muss eine operative Versorgung in Betracht gezogen werden. Dabei wird eine sogenannte Fundusmanschette eingesetzt, d.h. der untere Öspagussphinkter wird mechanisch unterstützt. Bei einer Refluxösaphagitis im Stadium IV gehen die chirurgischen Maßnahmen noch weiter. Das veränderte, geschädigte Gewebe muss operativ entfernt werden.

Was macht diese Krankheit aus?

Bei der Refluxösaphagitis kommt es durch die Magensäure zu einer Schädigung der Schleimhaut der Speiseröhre. Dies äußert sich in leichten Fällen in Symptomen wie Sodbrennen, Schluckbeschwerden und Kehlkopfentzündung. Es kann aber auch zu sogenannten retrosternalen Schmerzen kommen, die dann differentialdiagnostisch vom Herzinfarkt abgegrenzt werden müssen.

Häufig verläuft die Refluxösaphagitis jedoch völlig ohne Symptome und wird dann durch Zufall entdeckt, beispielsweise bei einer Magenspiegelung.

Wird eine Refluxösaphagitis nicht behandelt kann es zu Folgeerkrankungen wie beispielsweise Blutungen, Adenokarzinomen der Speiseröhre oder Stenosen des Ösophagus kommen.