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Die Kehlkopfentzündung durch Magenprobleme?

Eine Kehlkopfentzündung, oder auch Laryngitis, ist eine unangenehme Erkrankung, die durch Magensäure verursacht werden kann. Die Verbindung zwischen diesen Faktoren ist möglicherweise nicht gleich erkennbar, jedoch eine Kehlkopfentzündung keine Seltenheit.

Was genau ist eine Kehlkopfentzündung und was sind die Symptome?

Der Kehlkopf bildet den Übergang vom Rachen zur Luftröhre. Er ist für die Stimmbildung und den Luftröhrenabschluss beim Schlucken zuständig. Bei einer Entzündung entstehen Symptome wie Heiserkeit, Husten, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen. Bei einigen Menschen schwillt zudem die Schleimhaut an und es kommt zu Atembeschwerden. In der Regel ist eine Kehlkopfentzündung viral bedingt. Eine bakterielle Infektion des Kehldeckels ist selten und äußerst gefährlich, da es zu starken Schwellungen im Bereich der Atemwege kommt.

Eine Kehlkopfentzündung, die durch übermäßige Magensäure auftritt, verläuft meist chronisch. Es liegt eine Refluxösophagitis als Grunderkrankung vor. Hierbei kommt es zum Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Der Grund dafür ist eine übermäßige Säureproduktion, die durch die Peristaltik der Speiseröhre nicht kontrolliert werden kann. Es ist auch möglich, dass eine Schließmuskelschwäche am Mageneingang die Beschwerden verursacht.

Das ständige Aufstoßen von Magensäure führt anfangs zu einer Reizung des Kehlkopfes und schließlich zu einer Entzündung. Die verätzten Schleimhäute können im Verlauf Schmerzen beim Schlucken, Räusperzwang und Husten bereiten.

Wie wird eine Kehlkopfentzündung diagnostiziert?

Bei einer Kehlkopfentzündung kommt es zu Heiserkeit, Husten, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen.

Bei einer Kehlkopfentzündung kommt es zu Heiserkeit, Husten, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen.

Die Diagnose stellt der Hals-Nasen-Ohren Arzt. Er begutachtet die Schleimhäute und prüft die Funktion des Kehlkopfes. Anhand der Reizungen und Rötungen kann er schnell die Diagnose stellen. Mit feinen Instrumenten kann eine Sichtung des Kehlkopfes vorgenommen werden. Bei starkem Würgereiz werden die Schleimhäute leicht mit einem Spray betäubt. Sollte die Darstellung nicht ausreichen, kann eine Spiegelung mit einem dünnen Endoskop durchgeführt werden. Der Arzt kann außerdem das Schwingverhalten der Stimmbänder beurteilen, denn auch sie können in Mitleidenschaft gezogen sein.

Wie wird eine Kehlkopfentzündung behandelt?

Die Ursache der Entzündung bestimmt die Therapie. Wenn die Refluxkrankheit der Auslöser ist, muss die Produktion der Magensäure mit einem Medikament verringert werden. Die Ernährung sollte ebenfalls angepasst werden. Zu viel Fett und Säure belasten den Kehlkopf und den Magen.

Begleitend helfen Inhalationen und die Befeuchtung der Raumluft. Sollten die Beschwerden nicht abklingen, kann der Mageneingang mit einer Operation verschlossen werden um den Reflux verhindern. Bei bakteriellen Ursachen wird ein Antibiotikum verschrieben. Kommt es zu Komplikationen, wie zum Beispiel Atemnot, muss ein Notarzt gerufen werden. Wenn sich die Schleimhäute nicht schnell abschwellen lassen, muss eine Intubation zur Sicherung der Atemwege erfolgen. Die künstliche Beatmung auf der Intensivstation kann so das Leben des Patienten retten.

Grundsätzlich verlaufen die meisten Kehlkopfentzündungen jedoch komplikationslos.