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Die Magensäure und die Refluxkrankheit

Die Magensäure ist für unsere Gesundheit und für die Verdauung unverzichtbar. Sie enthält etwa 0,5 Prozent Salzsäure und hat damit einen pH-Wert von 1 bis 1,5. Sie ist somit extrem sauer und ätzend. Der Magen schützt sich als Organ mit einer Schleimhaut, die der Säure standhält. Die Flüssigkeit enthält das Enzym Pepsin, das für die Verdauung benötigt wird. Es spaltet die Proteine in Polypeptide, damit sie verwertet werden können.

Die Magensäure wird in den Zellen im Magen produziert und der Bedarf wird automatisch angepasst. Die Sekretion wird durch das Essen angeregt. Auch Gerüche und das Kauen von Kaugummis kann die Produktion anregen.

Wie gefährlich ist die Magensäure für uns?

Wenn der Körper gesund ist und die Magensäure an Ort und Stelle ihre Aufgaben erfüllt, kommen wir nicht mit ihr in Kontakt. Der Mageneingang schließt sicher ab und schützt die Speiseröhre vor dem Rückfluss der Säure. Bei der Refluxösophagitis kommt es zu Komplikationen mit der körpereigenen Flüssigkeit. Sie läuft durch den geschwächten Mageneingang zurück in die Speiseröhre und löst Verätzungen und Entzündungen aus.

Die Magensäure kann so weit zurückfließen, dass auch eine Kehlkopfentzündung entstehen kann. Sie beginnt mit Räusperzwang und Heiserkeit. Im Verlauf treten Schmerzen auf. Die Läsionen in der der Speiseröhre lösen ebenfalls starke Schmerzen aus, die bis in die Brust ausstrahlen können. Sie können so stark sein, dass fälschlicherweise ein Herzinfarkt vermutet wird.

Oft ist die Refluxkrankheit von saurem Aufstoßen und Sodbrennen begleitet. Bei übermäßigem Erbrechen, zum Beispiel bei Bulimie, greift die Magensäure den Mund und die Zähne an. Dies kann zu schweren Schäden und schließlich zum Zahnverlust führen.

Sodbrennen entsteht, wenn die Magensäure in die Speiseröhre zurück fließt.

Sodbrennen entsteht, wenn die Magensäure in die Speiseröhre zurück fließt.

Was sind die Ursachen einer Refluxösophagitis?

Die Ursachen für den Rückfluss der Magensäure ist ein geschwächter Muskel am Mageneingang, oft begleitet von einer Überproduktion an Magensäure, die nicht mehr durch die Peristaltik der Speiseröhre kontrolliert werden kann. Die Menschen leiden häufig unter Übergewicht, was den Druck auf den Bauch erhöht. Auch eine fettreiche Ernährung lässt den Magen schnell übersäuern. Das Rauchen regt die Zellen im Magen ebenfalls zu übermäßiger Säureproduktion an.

Was kann man gegen eine Refluxkrankheit unternehmen?

Nachdem der Arzt eine Magenspiegelung durchgeführt und die Diagnose gestellt hat, sollte sofort eine Therapie erfolgen. Das ständige Rückfließen von Magensäure kann die Zellen in der Speiseröhre so weit verändern, dass Krebs entstehen kann. Die Therapie besteht aus Gewichtsreduktion, gesunder Ernährung und die Gabe von Protonenpumpenhemmern. Dies sind Medikamente, die eine Überproduktion von Magensäure verhindern und somit die Refluxsymptome abklingen lassen.

In sehr schweren Fällen muss eine Operation den Mageneingang verengen und den Reflux stoppen.