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Wie funktioniert die Peristaltik?

Die Perestaltik bezeichnet einige wellenförmige Muskelbewegungen, die zum Transportieren verschiedener Stoffe durch den Körper benötigt werden. Dabei sind gerade Verdauungsorgane an die Perestaltik gebunden.

Wie funktioniert die Perestaltik?

Die Muskelbewegungen der Organe kommen dadurch zustande, dass sich Ring- und Längsmuskeln in den Hohlorganen, also beispielsweise der Speiseröhre, dem Darm oder dem Harnleiter abwechselnd an- und entspannen. Dadurch entsteht eine Wellenbewegung, welche unter anderem Nahrung durch die Speiseröhre zum Magen führen und von dort in den Darm weiter leiten sollen.

Dabei werden grundsätzlich drei Formen der Perestaltik unterschieden. Die propulsive Perestaltik findet in allen Hohlorganen der Verdauung sowie in dem Harnleiter, dem Uterus und den Eileitern statt und dient zum Transport. Die non-propulsive Perestaltik findet dagegen nur im Darm statt und wird auch Segmentierung genannt. Dabei werden die zersetzten Nahrungen durchmischt. Die dritte Form nennt sich Retrograde Perestalitk. Dabei handelt es sich um eine Schutzfunktion der Speiseröhre, um das Aufsteigen von Magensäure zu verhindern.

Gesundheitsrisiken

Eine Peristaltik-Störung kann zu Verstopfung führen.

Eine Peristaltik-Störung kann zu Verstopfung führen.

Die Perestaltik wird normalerweise durch eine Reihe von Hormonen wie Galanin oder Serotonin reguliert, sodass man beispielsweise beim Sport geringere Darmaktivitäten verzeichnet als während einer Tiefschlafphase, wo die Verdauung am stärksten arbeitet. Werden die Wellenbewegungen allerdings durch einen Mangel an bestimmten Hormonen gestört oder vermindert, kann es zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.

Dazu zählt unter anderem die Refluxösophagitis, auch Sodbrennen genannt. Wenn durch diese Refluxkrankheit Magensäure in die Speiseröhre hochsteigt, kann es zum Erbrechen führen. Eine typische Folgeerkrankung wäre dann die Kehlkopfentzündung aufgrund der Verätzungen durch die Magensäure. Aber auch die Verdauung kann durch eine Perestalktik-Störung beeinträchtigt werden.

Wenn die Wellenbewegungen beispielsweise nicht regelmäßig ausgeprägt sind, kann der Darminhalt nicht vermengt und anschließend zum Rektum weitergeleitet werden. Es würde zu einer Verstopfung kommen.

Auch die Zeugungskraft bzw. die Fruchtbarkeit kann unter so einer Störung leiden, da sowohl das Sperma beim Mann als auch die Eizelle bei der Frau mithilfe der Muskel-Kontraktionen transportiert werden müssen, bevor ein Kind gezeugt werden kann. Würden die Perestaltik-Bewegungen bei einer Frau ausbleiben, könnte es passieren, dass eine Eizelle während des Geschlechtsverkehrs bereits im Eileiter befruchtet wird. Dadurch könnte es zu einer Entzündung der Eileiter kommen, was eventuell eine Unfruchtbarkeit bedeuten kann.

Beim Mann kann das Ausbleiben der Kontraktionen dagegen zu einer Impotenz führen und auch eine Entzündung der Harnwege durch „Verstopfung“ begünstigen.